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Grosse Tennisehre für die Schweiz

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Zum ersten Mal in der Geschichte stehen gleich 5 TennisspielerInnen aus der Schweiz in den Top 10. Eine grosse Tennisehre für das kleine Land Schweiz und eine riesige Einzelleistung dieser SpielerInnen.

 

Die Tennisschweiz feiert sich als Tennisnation und doch fliessen weiterhin keine Ressourcen in den Sport, geschweige denn das eine Förderung im grossen Stile betrieben wird. Der Grund das gleichzeitig Roger Federer (ATP 2), Stan Wawrinka (ATP 4), Martina Hingis (WTA Doppel 1), Belinda Bencic (WTA 8) und Timea Bacsinszky (WTA 10) in den Top 10 der Welt stehen ist alleine auf die Einzelleistung dieser Stars zurückzuführen.

 

Bei grossen Erfolgen im Sport stellen sich schnell einmal Landesverbände, Politiker und weitere Möchtegern-Helfer in den Vordergrund und prahlen mit den tollen Leistungen, um sich im selben Atemzug ebenfalls als wichtige Stütze und Förderer ins Spiel zu bringen. Angestachelt vom Medienruhm und diesen Aussagen fühlt sich die ganze Nation damit verbunden und sieht sich selber als grossartige Sportnation. Alles andere ist der Fall.

 

Belinda Bencic bekommt von Swisstennis keinerlei Ressourcen zur Verfügung gestellt. Roger Federer ist KEIN Produkt von der Schweizer Politik und Bundesressourcen die dafür gesorgt haben, dass wir einmal den besten Tennisspieler aller Zeiten haben. Wenn Kinder heute Tennis spielen, greifen einzig und allein die Eltern ganz tief in die Tasche. Es werden tausende von Franken ausgegeben und wenn das Kind eine Woche ein Tenniscamp besucht gleich nochmals Tausend Franken.

 

Heute müssen 10-jährige fünf mal pro Woche trainieren um mit den besten des Landes Gleichschritt halten zu können. Dazu dann noch an jedem Wochenende ein Turnier spielen. Alles wird persönlich von den Eltern bezahlt. Auch das Turniergeld. Spieler reisen von Basel nach Oetwil am See oder von Meggen nach Winterthur. Man spielt in der West- und in der Ostschweiz und fährt spätestens um sieben Uhr los um pünklich vor Ort zu erscheinen.

 

Dieses Programm wird jahrelang abgespult mit keinerlei Aussicht auf Erfolg. Wenn es dann jemand wie Stan Wawrinka oder Timea Bacsinszky geschafft hat, sind wir eine Tennisnation und alle diejenigen die nie etwas damit zu tun gehabt haben, stellen sich gerne in den Vordergrund.

 

Wir sind nicht einmal eine Sportnation. Wir haben geniale Einzelsportler, die sich alle ihren grossartigen Weg alleine bahnen mussten. In der Schule hat Sportförderung keinen Platz. Ist ein Fussballgrümpelturnier ausgeschrieben würden die Lehrer die Aushängezettel am liebsten gar nicht verteilen. Sport hat in der Schweiz und in der Schule eigentlich keinen Platz und doch rühmen sich Landesvertreter immer wieder gerne damit.

 

Es sind Förderer wie Peter Kuratli von Syntax und weitere edle Helfer die Top-Leistungen mit enorm viel Unterstützung ermöglichen. Wir kennen das für sich sprechende Vorzeigebeispiel von Belinda Bencic.

 

Also freuen wir uns darüber, dass es 5 Cracks gleichzeitig in die Top 10 geschafft haben. Lasst uns aber gleichzeitig so ehrlich sein und zugeben, dass wir damit überhaupt nichts zu tun haben. Richten wir unseren Dank dafür an diese Sportler und ihre Willens- und Leidenskraft und die Mütter und Väter und Grosseltern welche sie jahrzehntelang zu ihren Turnieren gefahren haben, die Trinkflaschen nachgefüllt haben, den Platz nach der Niederlage abgenommen haben und tröstende wie auch lobende Worte gesprochen haben.

 

Die aktuellen ATP- und WTA-Rankings gibt es hier!

 

 

 

 

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