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Das Turnier in Wimbledon 2016 war die 130. Auflage des prestigeträchtigen Ereignisses.

  • Zeitraum: 27. Juni 2016 - 10. Juli 2016
  • Belag: Rasen
  • Preisgeld: £ 28'100'000 (Total)
  • Ort: England England, London.
  • Ausrichter: All England Lawn Tennis and Croquet Club
  • Anlage: 41 Rasenplätze und der grösste Catering-Event in Europa
  • Gewinner (Einzel): Herren: gb Andy Murray; Damen: USA Serena Williams
  • Runner-Up (Einzel): Herren: ca Milos Raonic, Damen: de Angelique Kerber
  • Gewinner (Doppel): Herren: fr Pierre-Hugues Herbert und fr Nicolas Mahut; Damen: ke Yaroslava Shvedova und hu Timea Babos
  • Gewinner Boys (Einzel): ca Denis Shapovalov
  • Gewinnerin Girls (Einzel): ua Dayana Yastremska

 

Beschrieb:

Big Ben - London - Wimbledon 2013Wimbledon - schon beim Aussprechen des Namens werden nicht nur Leute innerhalb des Tennis-Zirkus ehrfürchtig, sondern auch diejenigen die einmal im Jahr den Fernseher einschalten um im Final Roger Federer zuzujubeln. Während an anderen Turnieren CEO's oder Turnierdirektoren am Werk sind, so sind dies bei den Wimbledon Championships die Königin und der Herzog von Kent. Der Präsident des prestigeträchtigsten Tennisturniers und eine der traditionellsten Sportveranstaltungen der Welt ist HRH Prince Edward George Nicholas Patrick Windsor, 2. Duke of Kent und das Patronat hält die Königin Elisabeth II. Die Königliche Loge umfasst 74 Sitze und ist jedes Jahr ein Schaulaufen der Eitelkeiten aus Politik, Sport, Europäischer Königshäuser und weiteren Top-Prominenten. Könige auf der Tribüne und Könige auf dem Spielfeld, kein Wunder ist dieser Rasen "heilig".

 

Wenn wir jetzt noch erwähnen, dass das Turnier bereits am 23. Juli 1868 als The All England Croquet Club gegründet wurde, könnte ein leicht verstaubter Gedanke aufkommen. Weit gefehlt. Kein Turnier schafft es alte Traditionen und Legacy mit Modernem und Zeitgenössischem zu verbinden. Bereits 1937 wurde das Turnier im Fernsehen übertragen und ab 1884 durften auch die Damen mittun. Für die damalige Zeit eine kleine Revolution. Wimbledon arbeitet in allen Bereichen sehr fortschrittlich, im Catering und Hospitality Bereich, Merchandising, Community Programmen aber auch in der IT mit Live @ Wimbledon, Live Blogs und Social Media Aktivitäten wurden früh neue Massstäbe bei Sportveranstaltungen gesetzt und diese laufend erneuert. In diesem Jahr wurde der Wimbledon Master Plan verabschiedet, der nächste Schritt in der Weiterentwicklung des Turniers.

 

Der Chairman Philip Brook macht in diesem Dokument klar in welche Richtung es beim Turnier gehen soll; weiter aufwärts. Wie es sich für ein richtiges Unternehmen gehört, wurden Key Objectives definiert welche an Ambition kaum zu überbieten sind: Wimbledon soll das Premium-Turnier der Welt und auf Gras bleiben. Die weitere Stärkung von Wimbledon als Weltklasse Sportevent national und international. Herausstreichen des USP der Herkunft und Geschichte. Veränderung des Grundrisses und der Anlage aber auch die Reduktion von Kohle Emissionen aus dem Boden. Über diesen link findet man das interessante Dokument: http://www.wimbledon.com/pdf/Wimbledon_Master_Plan-Prospectus-April2013.pdf

 

Das einzige Grand-Slam-Turnier auf Rasen ist das älteste Turnier und das, welches jeder Tennisspieler und jede Tennisspielerin gewinnen möchte. Ein Traum wird wahr wenn man die goldenen Trophäen in die Höhe stemmt und auf der ehrwürdigen Tafel im All England Club an der Church Road verewigt wird. William Renshaw, Pete Sampras und Roger Federer haben dies bei den Herren schon sieben mal geschafft. Renshaw jedoch zu einer Zeit wo der Titelverteidiger direkt ins Finale kam. Roger brauchte diesen Vorteil allerdings nicht, da er erst einen Wimbledon-Final verloren hat. In einem der denkwürdigsten und besten Wimbledon-Finalspiele aller Zeiten unterlag er 2008 Rafael Nadal mit 6:4, 6:4, 6:7, 6:7, 9:7.

 

Zuvor konnte er fünf mal in Folge gegen drei unterschiedliche Gegner gewinnen. Seinen ersten Sieg erreicht er genau vor 10 Jahren gegen den Australier Mark Philippoussis, dann zweimal gegen Andy Roddick, welcher bei seinem Rücktritt anfügte, dass er ohne Roger Wimbledon gewonnen hätte und auch sonst viel mehr Spass gehabt hätte, dass er aber sehr glücklich ist, dass er in der Ära Federer spielen durfte, und zweimal gegen Nadal. Im Jahre 2009 verlor der bemittleidenswerte Roddick noch einmal gegen Federer und bei diesem Final verlangte er ihm alles ab. Als es bereits dunkel wurde gewann Roger Federer den fünften Satz mit 16:14. Uns gefriert heute noch das Blut in den Adern wenn wir an dieses Spiel denken.

 

Im Jahre 2010 schied Fedi vermeintlich früh aus und die Presse überschlug sich mit Rücktrittsforderungen und der Finalsieg von Rafael Nadal über Tomas Berdych ging fast etwas unter. Im Jahr darauf gewann Novak Djokovic im Finale gegen Rafa und holte sich seinen ersten und bisher einzigen Wimbledon-Triumph. Der Brite Andy Murray machte sehr viele Menschen glücklich als er 2012 endlich in den Final einzog, doch der neuerliche Gewinner hiess Roger Federer und seit diesem Moment ist er der König von Wimbledon und Boris Becker musste den Schlüssel zu seinem Wohnzimmer dem Baselbieter abgeben. Die Weltpresse hatte dies selbstverständlich vorausgesehen und Roger Federer zählte auch im Jahre 2013 und 2014 wieder zu den Favoriten.

 

Wer auf dem heiligen Rasen gewinnen will, muss ausserordentliches leisten. Aus diesem Grunde findet man auf der Gewinnerliste auch kaum weniger bekannte Namen. Es sind Borg, McEnroe, Connors, Becker, Cash, Edberg, Agassi, Sampras oder Hewitt welche es geschafft haben. Die Unterlage ist sehr schnell und verzeiht keine Fehler. Die Aufschläge kommen hart und schnell in unterschiedlichen Höhen auf die Spieler zu. Der Rasen macht das Spiel sehr schnell und lange Ballwechsel sind die Ausnahme. Hat man an einem Tag sein Visier für den Service schlecht eingestellt, kann man bald einpacken. Treffen jedoch starke Aufschläger wie Karlovic oder früher Ivanisevic auf andere Athleten kann man sich viele Tie-Breaks freuen und grosse Überraschungen erleben. Deshalb können auch Spieler wie Raonic, Tomic, Tsonga oder Isner Wimbledon gewinnen. Ihr Pech ist allerdings, dass Federer und Djokovic ebenfalls zu den besten Aufschlägern der Welt gehören.

 

Jedes Jahr fiebern 15'000 Zuschauern im Centre Court und Millionen vor dem Fernseher mit, wenn die Spieler um den begehrten Sieg in Wimbledon kämpfen. Tennis-Live.ch berichtet nicht nur über das Hauptfeld, sondern auch über die Junioren und Legenden. Eine der Legenden und die Rekordsiegerin bei den Damen, Martina Navratilova, sind wie auch Martina Hingis oder John McEnroe mit von der Partie und wir sind jedes Jahr auch gespannt was die jungen Talente zu reissen vermögen. Im 2013 war die Konstellation sehr interessant, da der Titelfavorit Federer "nur" die Nummer 3 der Welt war, der zur Zeit beste Spieler Nadal "nur" die Nummer 5 war und somit die Nummer 1 Djokovic und die Nummer 2 Murray sehr rasch schon einen vorgezogenen Final vor Augen hatten. Wir wissen heute, dass es nicht dazu kam weil Nadal und Federer schon zu früh ausschieden. Andy Murray und Novak Djokovic lieferten sich einen hochstehenden Final und der Brite Murray machte eine ganze Nation überglücklich indem er endlich nach 77 Jahren den Wimbledon-Pokal im eigenen Land halten konnte und mit 6:4, 7:5, 6:4 gewann. Endlich war Andy Murray am Ziel seiner Träume angekommen und darf sich Wimbledon-Champion nennen.

 

Im 2014 Jahr standen sich die beiden besten Tennisspieler Novak Djokovic und Roger Federer im Final gegenüber. Die Weltnummer 1 und 2 lieferten sich einen dramatischen Final über fünf Sätze mit dem besseren Ende für den Serben. Federer zeigte aber erneut, dass er jedes Jahr wieder zu den grossen Favoriten zählt. Dies gilt neben Novak Djokovic auch für Andy Murray, welcher soeben seinen 4. ATP-Titel in Queens gewinnen konnte. Rafael Nadal gewann in Stuttgart auf Rasen und Roger Federer feierte seinen 8. Titel in Halle. Die vier Grossen waren also bereit für Wimbledon. Daneben richtete man ein grosses Augenmerk auf den French Open Sieger Stan Wawrinka welcher aber im Viertelfinal an Richard Gasquet scheiterte.

 

Rafael Nadal verlor 2015 sensationell gegen den Deutschen Dustin Brown, welcher bei seinem Sieg nicht einmal in den Top 100 klassifiziert war. Im Halbfinal schlug Roger Federer Andy Murray in einem seiner wohl besten Spiele auf Rasen. Gasquet hatte im Halbfinal keine Chance gegen Djokovic und so kam es erneut zum Klassiker-Finale zwischen Roger Federer und Novak Djokovic. Der Serbe behielt wieder die Oberhand und sicherte sich 2015 seinen 3. Wimbledon-Titel. Roger Federer stand in seinem 10. Wimbledon-Finale.

 

Die aktuellen ATP- und WTA Ranking gibts hier!

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