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Pressekonferenz von Belinda Bencic am Ort wo alles begann

Belinda Bencic mit Roland Garros und Wimbledon Trophäen

 

Am Dienstag, 9. Juli 2013 um 14:00 Uhr lud Belinda Bencic und ihr Team zur offiziellen Pressekonferenz an den Ursprungsort ihrer Karriere, in die Tennishalle in Niederuzwil.

 

Ein grosser Aufmarsch an Presseleuten reihten sich um Belinda und konnten es kaum erwarten die vielseitigsten Fragen zu stellen. Das Interesse ist seit dem Wimbledon Sieg vom vergangenen Wochenende nochmals exponentiell gestiegen. Belinda beantwortete sehr charmant, fröhlich und gekonnt die Fragen der Journalisten. Die ganze Familie um Mutter Dana, Bruder Brian, Vater Ivan aber auch Grosseltern und ihr Manager Marcel Niederer sorgten für einen reibunglosen Ablauf. Die Familie Bencic im Blitzlicht und Mittelpunkt der grossen Tenniswelt, gut organisiert, an dem Ort wo alles begann, im beschaulichen Niederuzwil.

 

Belinda gab Einblick in das spannende Wochenende in London. Sie war beeindruckt vom schönen Intercontinental Hotel und wie alles aufgezogen und ausgeschmückt ist. Sie traf Andy Murray, welcher natürlich tausende Hände schütteln musste und dementsprechend kurz angebunden war. Er nahm sich dennoch Zeit und war sehr sympathisch. Sie bekam auch viele Gratulations-SMS, zum Beispiel von Stanislas Wawrinka, ihren Tenniskolleginnen und weiteren Persönlichkeiten. Heute Nachmittag gratulierte dann auch noch der Slowakische Botschafter in Bern und weitere illustre Persönlichkeiten aus Politik und Sport. 

 

Auf die Frage was der grösste Unterschied zwischen den Juniorinnen und der WTA-Tour ist, sagte Belinda, dass aufgrund der noch wenigen Erfahrungen auch naiver und weniger abgeklärt gespielt werde. Das noch nicht die Konstanz da ist über ein ganzes Match ein Niveau halten zu können. Ihr Vater Ivan ergänzte, dass auf der WTA-Tour viel bewusster gespielt wird und das sie dort auch weiterhin optimieren werden. Auf die Frage bezüglich der noch fehlenden Kraft und Athletik betonte Ivan Bencic, dass Belinda einen anderen, feineren Tennisstil pflegt und dies auch ganz bewusst. Die Amerikaner nennen dies "easy power" und so ist Belinda auch viel weniger verletzungsanfällig an Gelenken, der Schulter und so weiter. Es wird schonender und mit mehr Einsatz von Technik und nicht Rohkraft gespielt. Zudem ist das Team rund um Belinda sehr wichtig und hier wird auch investiert. Der "hitting partner" Robin ist immer dabei und der Physio Martin. Dann wird auch genau abgestimmt welchen Riegel und wie viel Zucker Belinda während dem Spiel zu sich nimmt und wann. Das Stretching, die Stärkung der Bauchmuskeln und der Bewegungsablauf werden bewusst ausgeführt, respektive gestärkt.

 

Ivan Bencic erklärte auch, dass es anspruchsvoll sei eine Jahresplanung zu machen. Sie müssen praktisch von Woche zu Woche planen und ihre Wildcards, welche sie von März bis März (von Geburtstag bis Geburtstag) besitzen, weise einsetzen. Eine dieser Wildcards wird nächste Woche beim Turnier in Bastad, Schweden eingesetzt um weitere Profi-Luft zu schnuppern und sich zu beweisen. Es wird auch weitere Trainings-Sessions mit Melanie Molitor geben um welche man sehr dankbar ist. Dann spielt Belinda Ende Juli bei den Europameisterschaften in Klosters und ein nächstes, grosses Juniorenziel sind dann die US-Open in Flushing Meadows vom 26. August bis 9. September. Nach den US-Open sollte der Sprung zur WTA-Tour dann geschafft sein und es heisst sich bei den "Grossen" zu beweisen. Belinda Bencic hat das Potential dazu und mit ihrer tollen, sympathischen Ausstrahlung, dem Zusammenhalt ihres Teams und der Freude an Tennis, wird sie das packen und wir freuen uns über weitere Siege zu berichten.

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