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ATP Monte Carlo: Beide Schweizer stehen im Halbfinal des Rolex Masters

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Stanislas Wawrinka schlägt Milos Raonic 7:6(5), 6:2 und Roger Federer erkämpft sich den Sieg gegen Jo-Wilfried Tsonga mit 2:6, 7:6(6), 6:1.


Gleich zwei Schweizer stehen in einem ATP 1000 Masters Halbfinale. Während Stanislas Wawrinka nur in seinem ersten Satz zu kämpfen hat, erlebt Roger Federer einen richtigen Tenniskrimi gegen Freund Tsonga.

 

Roger Federer startete gut in die Partie und drückte sofort aufs Tempo, so gut wie es halt auf Asche möglich ist. Bald hatte er gegen Tsonga Breakchancen und er ist klar am Drücker. Doch die ersten Breakchancen kann er nicht nutzen und postwendend schafft der Franzose das Break. Federer erhält im ersten Satz aber weitere Möglichkeiten und kann diese aber nicht nutzen. Tsonga hält seinen Aufschlag obwohl er ständig unter Druck ist. Am Schluss kann Tsonga den Schweizer sogar noch einmal breaken und gewinnt den Startsatz nach 35 Minuten mit 6:2.

 

Dies ging alles sehr schnell und Federer war eigentlich der bessere Spieler. Im zweiten Satz ein ähnliches Bild. Tsonga spielte zwar gut, musste einem starken Federer aber immer wieder Breakchancen zugestehen. Teilweise gingen die Servicegames von Tsonga über sechsmal Einstand aber irgendwie schaffte es Jo-Wilfried Tsonga immer wieder sich das rauszuarbeiten. Federer vergab unglaubliche 13 Breakchancen. Da muss er wohl selber sehr lange überlegen bis er ähnliches in seiner Statistik findet. Tsonga rettet sich ins Tie-Break und Federer hat dann etwas Mühe sich auch dorthin zu retten und überhaupt noch im Spiel zu bleiben. Doch der Schweizer schafft auch das, weil er heute erneut wieder ganz stark spielt.

 

Im Tie-Break liegt dann Federer schnell vorne und hat die Sache im Griff. Es steht 4:1 und kurz darauf hat Federer sogar sechs Zähler auf dem Konto. Doch auch dies scheint nicht zu reichen. Tsonga kommt wieder ran und es steht 6:6. Nun scheint allen klar, dass diese Partie sich doch zugunsten des Franzosen wendet aber genau das macht Tennis so brutal und deshalb lieben wir Tennis. Erst wenn der letzte Punkt gespielt ist, ist es zu Ende. Wie in keiner anderen Sportart schafft Tennis diese Dramen und diese knappen Entscheide. Federer holt sich die nächsten beiden Punkte und gewinnt das Tie-Break und somit den zweiten Satz nach 1h 20 Minuten! mit 7:6(6).

 

Dies war zuviel für Tsonga und er hadert mit seiner grossen, vergebenen Chance. Federer bleibt konstant und spielt einfach weiter. Er breakte Tsonga zweimal und führt matchentscheidend im dritten Satz. Das lässt sich der grosse Routinier nicht mehr nehmen. Am Schluss stand es 6:1 für Federer. Roger Federer feiert seinen 950. ATP Sieg und liegt in dieser Statistik auf Platz 3. Ein weiterer Meilenstein ist geschafft. Federer trifft in seinem Halbfinal wieder einmal auf Novak Djokovic. Die beiden wissen ja bereits was sie erwartet. Djokovic hatte ein ähnliches Spiel wie Federer. Lange lief es dem Serben gar nicht gut und er musste den ersten Satz gegen Garcia-Lopez auch abgeben. Im zweiten musste Nole kämpfen und konnte sich in seiner Manier durchmogeln. Den dritten Satz gewann er wie Federer mit 6:1 und steht dann doch relativ klar im Halbfinal von Monte-Carlo.

 

Stanislas Wawrinka twitterte, dass er sich das Spiel zwischen seinen beiden sehr guten Freunden Tsonga und Federer während einer Massage ansah. Ihm wurde Top-Unterhaltung geboten. Auch Stan spielte heute in Monaco gross auf. Er spielte beim ersten Schlag direkt aggressiv und druckvoll und servierte Weltklasse. Auf der anderen Seite war mit Milos Raonic einer der besten Aufschläger auf der Tour aber er hatte heute gegen Stan keine Chance. Stanislas Wawrinka gewann nach 1h 33 Minuten in zwei Sätzen und steht zum ersten Mal im Halbfinal der Rolex Masters. Zwei Schweizer schaffen somit grossartiges im Königreich.

 

Auf Wawrinka wartet nicht der grosse Favorit, Rafael Nadal. Nein er trifft auf den Spanier David Ferrer. Ferrer konnte wieder einmal seinen Landsmann bezwingen. Auf Sand gibt es nicht viele die Nadal bezwingen können aber Ferrer ist immer wieder einer davon. David Ferrer wird auch für Wawrinka eine echte Herausforderung werden. Es wird interessant zu sehen sein, wie der gute Aufschläger Wawrinka mit dem Top-Returnspieler Ferrer zurecht kommen wird. Die Halbfinals im Live-Ticker oder auf Live-Stream, hier bei uns!

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