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Kein Schweizer Tennistag in London - Nadal und Djokovic im Final

 

Roger Federer und Stanislas Wawrinka halten gut mit und müssen am Schluss doch der ATP Nummer 1 und der ATP Nummer 2 zum Finaleinzug gratulieren.

 

Roger Federer unterlag der Spanischen Nummer 1 Rafael Nadal in zwei Sätzen mit 5:7 und 3:6. Ein weiteres episches Duell wurde erwartet aber Nadal war heute der stärkere Spieler. Federer hielt gut, zeigte sehr gutes Tennis aber es reichte nicht für Rafa in Topform. 

 

Fedi erhielt seine Chancen, konnte diese aber nicht nutzen. Nadal hatte über das ganze Spiel wenig Gelegenheiten zu Breaks, nutzte diese aber konsequent aus. Somit kann man erneut festhalten, dass es ganz oben immer nur diese berühmten Big Points sind, die einer macht oder eben nicht. Roger Federer spielte gegen Nadal so wie man es von ihm gewohnt war. Er wollte keine langen Ballwechsel aufkommen lassen und versuchte sehr oft auf Winner zu gehen. Oftmals schlug er aber zu nahe an die Linie was nicht aufging.

 

Rafael Nadal blickt auf eine fantastische Saison zurück und steht Morgen Abend verdient im Final der ATP World Tour Finals. Roger Federer zeigte ebenfalls eine super Leistung in diesem Herbst welche uns auf das nahe 2014 hoffen lässt. Federer hat jetzt Ferien verdient und wir wünschen ihm gute Erholung und eine top Vorbereitung, denn die Australian Open sind gar nicht mehr so weit weg. Dort kann Federer wieder zuschlagen und jetzt trauen ihm alle und womöglich auch er sehr viel mehr zu als auch schon. Danke Roger für die genialen Federer-Momente im 2013!

 

Der zweite Schweizer ist leider ebenfalls ausgeschieden. Stanislas Wawrinka hatte sich viel vorgenommen und startete sehr gut in die Partie gegen den Serben Novak Djokovic, seinerseits Titelverteidiger an den ATP World Tour Finals. Wawrinka führte bald mit Break, zeigte solide Schläge und machte mehr für das Spiel. Er war angriffiger und versuchte seinen Gegner zu dominieren. Djokovic spielte seine Routine aus die es solchen Momenten braucht und blieb einfach ruhig. Nole spielte einfach mit und versuchte keine Fehler zu machen.

 

Diese Taktik ging perfekt auf. Die Gummiwand Djokovic brachte alles zurück und damit den Romand zur Verzweiflung. Was Wawrinka auch tat, Novak war da und spielte den Ball zurück. Dem Serben gelangen Vorhandpassierbälle aus den extremsten Situationen und selbst wenn Stan zu einem Smash ansetzte brachte Nole diesen nicht einmal, nein zweimal zurück und machte danach den Punkt. Wawrinka musste teilweise selber applaudieren für die Genialität des Djokovic.

 

Wawrinka zeigte den Fans in der Halle und den Millionen an den TV-Geräten aber auch oft warum er in diesen Halbfinal vorstoss. Seine mittlerweile legendären Rückhandschläge welche inside-out gespielt sind, waren erneut eine Augenweide. Auch Djokovic applaudierte für Stan und begann trotzdem die Partie immer mehr zu geniessen. Mit zunehmender Führung kam zunehmende Sicherheit und was auf ihn zukam brachte er zurück. Man hätte wohl noch stundenlang weiterspielen können und Wawrinka hätte sensationelle Punkte gespielt aber der Serbe hätte einfach fehlerlos weitergespielt und immer mal wieder ein Break geschafft.

 

Im ersten Satz war es irgendwann um die Präzision und Kampfkraft von Wawrinka geschehen und auch im zweiten Satz wusste der Schweizer irgendwann nicht mehr wohin er noch spielen sollte. So kam es wie es kommen musste und Stan begann zu hadern. Vor allem in seinem letzten Aufschlagsspiel hörte man, dass Stan kapitulierte, weil Novak heute einfach stärker war oder man muss es noch deutlicher sagen, der Serbe ist der beste Spieler des Jahres und sicherlich der beste Hallenspieler. Am Schluss unterliegt Wawrinka 3:6 und 3:6 und Djokovic zieht in den Final ein.

 

Rafael Nadal, die Nummer 1 der Welt und Novak Djokovic, der beste Spieler der Saison, stehen im Final der ATP World Tour Finals von Morgen Abend in der O2 Arena in London. Tennis-Live.ch wünscht Stanislas Wawrinka ebenfalls eine guter Erholung und gleichzeitig Vorbereitung und bedankt sich im Namen vieler Live-Ticker Fans für seinen unermüdlichen Einsatz, seine Power und sein Wille Spiele zu gewinnen. Wir sind stolz einen Schweizer wie Wawrinka an der Weltspitze des Tennis zu haben. MERCI!

 

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