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Hype um Roger Federer in Hamburg

bet-at-home Open 2013 | Hamburg

 

Roger Federer beglückt die Fans am bet-at-home Open am Hamburger Rothenbaum und gewinnt gegen Daniel Brands 3:6, 6:3, 6:2.

 

Der Hype um Roger Federer in Hamburg ist riesig. Bereits am ersten freien Training gegen seinen Freund Tommy Haas erschienen hunderte von Leuten und tausende strömten bei prachtvollem Wetter zum ersten Spiel gegen den Deutschen Daniel Brands. Viel wurde in den letzten Tagen über Roger Federer geschrieben. Das frühe aus in Wimbledon, die überraschende Rückkehr auf Sand und die Anmeldungen für Hamburg und Gstaad und dann natürlich auch über den neuen Wilson Tennisschläger mit dem grösseren Schlägerkopf (von 90 auf 98) und die Tennisbesucher waren einfach nur begeistert den Superstar wieder live sehen zu können. Federer war 2008 zum letzten mal am Rothenbaum, wo er Rekordsieger ist. Schon beim ersten Interview hatte er wieder alle Sympathien auf seiner Seite. Er schwärmte von seiner Liebe zur Stadt Hamburg und das er so gerne wieder hier ist. Wäre er mit den Kindern gekommen, hätten sie wohl einen Besuch im Zoo gemacht aber da er alleine angereist war, ging er zuerst mit seinem Freund Tommy Haas Steak-Essen in der Schlachterbörse und danach ins Kino! Federer weiss, dass jeder hier einen Traumfinal Haas gegen Federer fordert aber beide warnen und sagen, dass dies nicht einfach werden wird und wir haben das heute bereits gesehen.

 

Roger Federer musste sich zuerst an die Bälle, die Unterlage und an den neuen Schlägerkopf gewöhnen. Man erreicht mehr Wucht bei den Grundschlägen, mehr Treffsicherheit allgemein aber auch weniger Präzision mit der grösseren Auflage. Man hört auch immer wieder den Vergleich mit Pete Sampras welcher nie umgestellt hat und dies anscheinend später bereut hat. Federer welcher ja immer betont, dass seine Karriere noch bis 35 weiter geht, hat also noch ein paar Jahre zu spielen und deshalb kommt diese Umstellung sicher zu einem guten Zeitpunkt. Ein 35-jähriger beweist ja zur Zeit, dass man in diesem Alter auf absolutem Top-Niveau spielen kann. Der sympathische Tommy Haas ist die Nummer 11 der Welt und lernt wieder jedem das Fürchten. Heute musste aber die Titanen Haas und Federer um den Einzug in die nächste Runde fürchten. Federer gab gegen das Geburtstagskind Brands (26 Jahre alt) den ersten Satz ab und war auch im zweiten leicht unter Druck. Im dritten konnte er den Deutschen dann gleich zweimal breaken und nahm das Heft in die Hand und gewann sein erstes Spiel in Hamburg.

 

Tommy Haas musste in seinem Spiel noch mehr kämpfen. Was nach einem Spaziergang aussah, wurde doch noch richtig spannend. Haas gewann den ersten Satz mit 6:1 und verlor dann den zweiten mit 4:6. Unter Hamburgs heisser Nachmittagssonne mussten der Slowene Blaz Kavcic und der Deutsche bis ans Ende ihrer Kräfte. Haas machte zu viele Fehler und kam am Schluss mit einem 6:4 gerade so durch. Er kann sich aber in einem Turnier enorm steigern und motivieren und im letzten Jahr stand er im Finale am Rothenbaum und genau dort will er wieder hin. Am liebsten gegen seinen Freund Roger Federer.

 

In Hamburg ist auch sonst einiges los. Weitere sehr gute Spieler sind mit dabei und die Woche wird auf jeden Fall Tennisgenuss bieten. Der Wimbledon-Halbfinalist Janowicz der auf Verdasco trifft, weitere Top-Spanier mit Almagro und Lopez oder auch der wiedererstarkte Italiner Fognini. Neben Haas ist für Deutschland auch noch Mayer im Rennen. Die anderen drei Deutschen, Struff, Kamke und Brands schieden aus. Einen kleinen Genuss zum Trost erhielt Brands in Form eine Geburtstagstorte die von der Ex Nr. 1 Michael Stich persönlich auf den Platz gebracht wurde. Zeit zum Kuchen Essen bleibt Haas und Federer nicht. Tommy Haas erwartet ein ganz schweres los in der dritten Runde, mit dem frisch gekürten Bastad-Sieger Berlocq und Federer trifft auf Tschechen Jan Hajek (ATP 140).

 

Die Schweizerin Viktorija Golubic welche in Bad Gastein gross aufgetrumpft hat, ist heute leider nach tollem Startsatz gegen die Tschechin Andrea Hlaváčková ausgeschieden. Sie unterlag in drei Sätzen 5:7, 6:1, 6:0.

 

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