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Andy Murray beglückt Great Britain

 

Mit seinem heroischen Sieg in Wimbledon macht Andy Murray nicht nur die 15'00 Zuschauer auf dem Centre Court glücklich, sondern Millionen von Briten, die endlich einen Einheimischen Sieg in Wimbledon feiern können.

 

Andy Murray bezwang Novak Djokovic in drei Sätzen mit 6:4, 7:5, 6:4 und gewinnt seinen zweiten Grand-Slam Titel nach den US Open vom letzten Jahr. Doch dieser Titel in Wimbledon lässt sich natürlich mit nichts anderem vergleichen. Vor den Augen von Politik- und Showgrössen wie dem englischen Premier David Cameron oder Bradley Cooper lässt der Schotte seinem Kontrahenten aus Serbien und amtierender Nummer 1 der Welt nicht viele Chancen zu punkten. Das Spiel ist hochstehend aber Murray war heute einfach nicht zu bezwingen. Andy Murray der sowieso bekannt ist, dass er noch jeden Ball ausgraben kann, zeigte heute einmal mehr, dass er zur Zeit der allerbeste Return-Spieler auf der ATP-Tour ist. Zudem gehört er zur Zeit zu den Spielern die den entfesselten Djokovic schlagen können.

 

Das letzte Game des Spiels war dann auch etwas vom besten was Tennis zu bieten hat. Schnell hatte Murray drei Championship-Points aber Djokovic wehrte allesamt ab und kam selber zu Chancen das Game zu gewinnen. Murray zeigte aber in diesem Game, dass er heute hier her gekommen ist um zu gewinnen und das er nicht noch einmal Tränen der Enttäuschung weinen wird. Er kämpfte, biss auf die Zähne und spielte unglaubliche Bälle zurück. Der Sieg ist absolut verdient und man kann sich vorstellen wie gross die Schlagzeilen im Britischen Blätterwald sein werden.

 

Wenn sogar sein stoisch ruhiger Coach Ivan Lendl den Tränen nahe ist, zeigt das wie viel die Schlagzeile: "Andy Murray gewinnt Wimbledon" in Grossbritannien zu bedeuten hat. Seine Mutter Judy, ehemals seine Tennistrainerin und sein grösster Support, brach in Tränen aus und viele weitere konnten sich nicht mehr zusammen reissen. Eine ganze Insel in einem riesigen Freudentaumel und wie sehr gönnen wir es diesem Andy Murray. Im letzten Jahr weinte er noch bittere Tränen und nun steht er ganz zuoberst und erfüllt sich gleich selbst den grössten Bubentraum. Well done Andy!

 

Im Damen-Final bezwingt die Französin Marion Bartoli die Deutsche Sabine Lisicki in zwei Sätzen klar mit 6:1 und 6:4. Lisicki in Wimbledon das Turnier ihres Lebens und doch reichten vor allem die Nerven ganz am Schluss nicht um gegen die kampfstarke Französin noch einmal eine Schippe drauf zu legen. Lisicki konnte während dem Spiel die Tränen und die Enttäuschung nicht verbergen und erlitt eine bittere Niederlage. Für Marion Bartoli ist es der erste Grand Slam Titel und prompt der Sieg in Wimbledon.

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