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Traumfinal Djokovic gegen Murray

Der Wimbledon-Traumfinal ist perfekt: die Nummer 1 Novak Djokovic trifft auf den Lokalmatador Andy Murray

 

Dem Serben Novak Djokovic wurde heute Nachmittag über fünf Stunden lang alles abverlangt. Der Argentinier Juan Martin del Potro war ein würdiger und hochstehender Halbfinalgegner und konnte nur mit viel Können und Einsatz an einem Finaleinzug gehindert werden. Djokovic setzte sich schlussendlich mit 7:5, 4:6, 7:6, 6:7, 6:3 durch und krönte seine tolle Leistung mit dem zweiten Wimbledon-Final seiner Karriere. Den letzten konnte er im Jahre 2011 in vier Sätzen gegen Rafael Nadal gewinnen.

 

Andy Murray musste erneut beissen und ist sichtlich erleichtert seinen ebenfalls zweiten Wimbledon-Final erreicht zu haben. Von Andy Murray wird nämlich nichts anderes als der Wimbledon-Sieg gefordert. Murray verlor den ersten Satz knapp im Tie-Break und es zeigte sich, was wir gestern schon geschrieben hatten. Der zwei Meter Riese Janowicz wird sehr schwer zu breaken sein. Murray gelang dies dennoch und er konnte den zweiten Satz für sich entscheiden um dann direkt im Dritten mit 1:4 zurück zu liegen. Grossbritannien war geschockt, doch Murray liess sich davon nicht beeindrucken. Er meldete sich zurück und gewann 5 Games in Folge.

 

Der Pole Janowicz beklagte sich schon länger, dass es im Stadion zu dunkel wird und er nicht mehr alles klar sehen kann. Nach langem diskutieren mit dem Schiedsrichter wurde dann doch entschieden das Stadiondach zu schliessen und das Flutlicht einzuschalten. Dies unter grossen Protesten von Andy Murray der zum einen einen guten Lauf hatte und zum anderen wusste, dass Janowicz in einer Halle bessere Chancen auf den Sieg hat. Trotz dieses Entscheids und der dreissig minütigen Pause gewann Murray den vierten Satz locker und fegte schlussendlich Janowicz mit 6:7, 6:4, 6:4, 6:3 aus seinem Wohnzimmer.

 

Somit kommt es nun zum Traumfinal der zur Zeit besten Tennisspieler der Welt. Die Nummer 1 aus Serbien, Novak Djokovic, trifft auf die Nummer 2 der Welt, den Schotten, Andy Murray. Die zwei kennen sich bestens und haben längst eine Rivalität mit epischen Duellen wie Federer und Nadal aufgebaut und die beiden gleichaltrigen Tennisstars sind definitiv die Zukunft und diejenigen die es zu schlagen gilt, wenn man in den nächsten Jahren ein grosses Turnier gewinnen will. Sie stehen sich am Sonntag zum 3. Mal in einem Grand-Slam Final gegenüber. Bis jetzt konnte zweimal Djokovic (Australian Open 2011 und 2013) und einmal (Murray US Open 2012) gewinnen. Auf Rasen standen sich die Beiden also noch nicht in einem Finale gegenüber. Insgesamt führt Nole in dieser Statistik mit 11:7 Siegen gegenüber Andy.

 

Im letztjährigen Final gewann Murray zwar den ersten Satz, verlor dann aber drei weitere und unterlag Roger Federer unter Tränen vor all seinen Landsleuten. In diesem Moment hatten viele diesen Andy Murray als ewigen Verlierer abgeschrieben und nicht mehr daran geglaubt, dass er grosse Turniere gewinnen kann. Doch nur vier Wochen später gewann er für das Team GB die Olympia-Goldmedaille in Wimbledon und dies gegen den Maestro Roger Federer. Murray hatte endlich "Wimbledon" gewonnen, zumindest das Olympia-Turnier, welches aber ebenfalls auf dem heiligen Rasen ausgetragen wurde. Kurze Zeit später gewann er auch noch sein erstes Grand-Slam Turnier an den US Open und aus dem Verlierer wurde ein Gewinner.

 

Murray ist somit der letzte der in Wimbledon gewinnen konnte und er hat mehr als nur das Publikum auf seiner Seite. Das Momentum ist ganz klar mit ihm. Djokovic wird sicher sein bestes Tennis auspacken aber das muss er auch wenn er zum zweiten Mal Wimbledon gewinnen will. Murray auf der anderen Seite kann Geschichte schreiben und eine ganze und auch grosse Nation in unbeschreibliches Glück oder tiefste Trauer stürzen. Er wäre der erste Brite seit Fred Perry 1936 der ein Grand-Slam Turnier gewinnt und nicht zu vergessen, es wäre WIMBLEDON!

 

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