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Die Auslosung für Wimbledon 2013 birgt viel Spektakel

Das prestigeträchtigste Tennisturnier des Jahres startet am Montag um 13:00 Uhr Ortszeit im bekanntesten Stadtteil von London mit dem Eröffnungsspiel von Titelverteidiger Roger Federer gegen Victor Hanescu (ATP 47) aus Rumänien. Die mit Spannung erwarteten Wimbledon Championships werden wieder bis zu 500'000 Zuschauer auf die Anlage locken und über 350 Millionen Menschen in 198 Ländern vor die TV-Geräte.

Wimbledon ist auch im digitalen Zeitalter angekommen und so erreicht die Webseite 16.9 Millionen Unique Users, 1.53 Millionen Mobile App downloads und über 1 Million Live-Streams. Der Final 2012 zwischen Federer und Murray verzeichnete Rekordeinschaltquoten in UK von 16.9 Millionen Menschen direkt vor dem Final 1980 zwischen Bjørn Borg und John McEnroe. Tennis-Live.ch wird ebenfalls 14 Tage Live-Ticker und Live-Streams anbieten und Euch jederzeit auf dem Laufenden halten.

 

Der Top-Gesetzte Novak Djokovic ist der klare Favorit im obersten Tableau-Viertel und trifft in seinem Erstrundenspiel auf den Deutschen Florian Mayer. Die Amerikaner Reynolds und Johnson sollten auch in der zweiten Runde kein Problem für den Djoker darstellen. In der dritten Runde könnte er auf den talentierten Amerikaner Ryan Harrison treffen, welcher aber zuerst gegen Jeremy Chardy, immerhin die ATP 28 bestehen muss. Im Achtelfinale steht dann zum ersten Mal eine echte Leistungsprobe für Djokovic auf dem Programm. Voraussichtlich trifft er dort auf Gilles Simon welcher seine Form definitiv wieder gefunden hat und in Paris Roger Federer vor grosse Probleme gestellt hat. In der jetzigen Verfassung sehen wir Nole aber im Finale und denken, dass er auch die Hürden Achtelfinale womöglich gegen Tommy Haas oder Richard Gasquet und Viertelfinale gegen Tomas Berdych meistern wird. Wir sehen Nole als Finalist von Wimbledon und denken, dass er im Halbfinale Juan Martin del Potro aus Argentinien bezwingen wird.

 

Im zweiten Viertel heisst der Top-Gesetzte David Ferrer. Einer der Lieblinge unserer Tennis-Redaktion möchte seine guten Resultate der letzten Monate auf Rasen fortsetzen. Der beste Verteidiger der ATP-Tour wird auf der schnellen Oberfläche auf Rasen versuchen Bälle auszugraben welche längst verloren scheinen. Er trifft in der ersten Runde auf den Argentinier Martin Alund. In der zweiten Runde könnte es dann zum Spanischen Duell gegen Roberto Bautista Agut kommen, gefolgt vom Ukrainer Alexandr Dolgopolov in der dritten Runde. Die erste Leistungsprobe kommt auch hier im Achtelfinale und heisst entweder Milos Raonic oder Philipp Kohlschreiber. Im Viertelfinale würde erneut ein Duell zwischen Spanien und Argentinien auf dem Programm stehen wenn er gegen die beste Vorhand auf der Tour spielt, gegen Juan Martin del Potro. Del Potro trauen wir durchaus einen Sieg gegen Ferrer zu und tippen auf einen Halbfinal zwischen Djokovic und del Potro. Wir erlauben uns zu sagen, dass die obere Hälfte etwas schwächer einzustufen ist als die zweite Hälfte in welche beide Schweizer zu finden sind.

 

In der unteren Tableau-Hälfte kommt es von Beginn weg zu vielen interessanten Duellen. So muss Stanislas Wawrinka im oberen Teil in der ersten Runde direkt gegen die jüngste Nummer 1 aller Zeiten und ehemaligen Wimbledon-Champion Lleyton Hewitt antreten. Der Australier ist die grösste Hürde in Runde 1 aller Top 15 Spieler. Dies wird sicherlich eine erste Knacknuss für den Romand aber in seiner jetzigen Verfassung muss er keinen Gegner fürchten. Zudem hat er für die erste Runde einen grossen Vorteil. Er ist bestens auf Rasen eingespielt dank dem Turnier von s-Hertogenbosch in welchem er im Finale steht und die Chance hat sein erstes Turnier auf Rasen zu gewinnen. Er könnte also mit einem grossem Momentumvorteil in das Turnier von Wimbledon starten und Hewitt von Beginn weg unter Druck setzen, das Spiel dominieren und den Defensivspieler in keinen Ballwechsel kommen lassen. In der zweiten Runde dürfte er innerhalb von wenigen Tagen zum zweiten Mal auf den Spanier Guillermo Garcia-Lopez treffen, den er im Halbfinale von s-Hertogenbosch mit 6:1 und 6:4 klar bezwang. In der dritten Runde wartet der Aufschlagsriese John Isner aus den USA und in einem Achtelfinale zum Dessert Rafael Nadal. Würde er seine bestmögliche Leistung abrufen können und im Gegensatz zu Roland Garros diesmal gegen den Stier aus Mallorca die Oberhand behalten, wäre der Schweizer Traumviertelfinal gegen Federer perfekt. Womöglich hätte auch Roger nichts dagegen gegen den Freund aus der Schweiz und nicht den Freund aus Spanien antreten zu müssen.

 

Genau zu diesem Duell im Viertelfinal zwischen Nadal und Federer könnte es bei der diesjährigen Ausgabe in Wimbledon in der Tat kommen. Weil Nadal nur auf ATP 5 klassiert ist, trifft er bereits unter der letzten acht auf einen der vier Besten der Weltrangliste. In Wimbledon freut man sich bereits auf den „Quarter-Final clash“ der zwei Titanen. Es hätte Murray, Djokovic oder Ferrer treffen können aber leider muss sich Fedi bereits sehr früh Gedanken über dieses mögliche Duell machen. Wie zuvor erwähnt könnte interessanterweise genau Stan Wawrinka dieses Aufeinandertreffen, auf welches sich die Tenniswelt auf’s sehnlichste freut, zunichte machen. Rafael Nadal startet gegen den Belgier Steve Darcis. In der zweiten Runde wartet entweder Kubot oder Andreev und in der dritten Runde wahrscheinlich Benoit Paire aus Frankreich. Keine grossen Hindernisse für den in Topform spielenden Nadal.

 

Das sieht bei Roger Federer etwas anders aus. In der ersten Runde wird der Rumäne Victor Hanescu nur Sparring-Partner bleiben. Federer führt im Direktvergleich mit 5:0 Siegen. Wenigsten kommt Hanescu die riesen grosse Ehre zu Teil das altehrwürdige Turnier von Wimbledon zusammen mit Roger zu eröffnen. In der zweiten Runde dürfte Fedi auf den Ukrainer Sergiy Stakhovski treffen gegen wen er erst einmal gespielt und gewonnen hatte. In der dritten Runde wartet der erste Gradmesser mit dem Österreicher Jürgen Melzer gegen welchen Fedi schon einmal verloren hatte und eine 3:1 Bilanz aufweist. Die Nummer 1 aus Österreich, muss aber in der ersten Runde, die Nummer 1 aus Italien, Fabio Fognini, bezwingen. Dieser ist allerdings in der Weltrangliste sechs Plätze besser klassiert, da Melzer auf Platz 36 abgerutscht ist. Nicolas Almagro ATP 16 heisst der Achtelfinal Gegner von Roger Federer, wenn man sich in unserer Tennisredaktion umhört. Gegen den im Schatten von Nadal und Ferrer stehenden Spanier hat Fedi allerdings eine 5:0 Siegesbilanz und gilt auch in Wimbledon als grosser Favorit. Wenn alles nach Plan läuft wird Roger Federer es geschafft haben, 10 Jahre lang jeden Viertelfinal eines Grand-Slam Turnieres gespielt zu haben. Eine unglaubliche Marke und eine super Leistung, falls kein unvorhergesehener Stolperstein den König von Wimbledon vorher zu Fall bringt.

 

Im untersten Viertel freut sich ganz Grossbritannien auf seinen Sohn, Andy Murray. Letztes Jahr unterlag er im Final King Roger und weinte bittere Tränen. Ich weiss noch wie ich damals spontan sagte, ach nein, jetzt wünsche ich ihm aber endlich einen grossen Titel. Hätte ich das bloss nicht ins Universum geschrieen, denn kurz darauf bezwang er Roger erneut in Wimbledon beim Olympia-Finale und bescherte unserem Schweizer eine bittere Niederlage. Beim vierten Grand Slam-Turnier des Jahres, den US Open sicherte sich Murray dann seinen langersehnten ersten Grand Slam-Triumph. Murray wird also heiss sein auf Wimbledon und will seinen Briten endlich den ersten Sieg seit Fred Perry 1936 schenken. Andy Murray trifft in der ersten Runde auf den Deutschen Benjamin Becker. In der zweiten Runde könnte es zu einem britischen Duell kommen. Der 26-jährige James Ward ist zwar schon länger dabei, konnte aber noch nicht von sich reden machen und muss in der ersten Runde zuerst gegen den taiwanesischen Spieler Yen-hsun Lu gewinnen, bevor ihm mit dem Spiel gegen Murray ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk gemacht wird. In der dritten Runde könnte Tommy Robredo oder Nicolas Mahut warten und Mahut könnte ein echter Gradmesser werden. Der Franzose steht im Finale von s-Hertogenbosch gegen Wawrinka und scheint auf Rasen Top in Form zu sein. Im Achtelfinale warten Michael Juschni aus Russland oder Janko Tipsarevic ATP 14 aus Serbien. Möglicher Viertelfinal Gegner wäre dann Jo-Wilfried Tsonga. Tsonga trifft in der ersten Runde auf den Belgier David Goffin. Dann wartet der starke Lette Ernests Gulbis und in der dritten Runde Verdasco oder mit Benneteau ein französischer Kollege. Der Weg in den Viertelfinal gegen Murray führt dann über die ATP 10 Marin Cilic aus Kroatien.

 

Wir erwarten einen Viertelfinal zwischen Nadal und Federer und dann den Halbfinal zwischen Roger Federer und Andy Murray. Roger wird noch einmal in Wimbledon alle verblüffen und den Finaleinzug gegen Novak Djokovic schaffen. Wenn er dann Nadal und Murray im selben Turnier bezwungen hat, wird er es auch gegen Nole packen aber ihr seht, dass es ein langer und beschwerlicher Weg bis zum 8. Wimbledon Triumph vom Maestro sein wird.

 

Bei den Damen ist Serena Williams Topgesetzt und Victoria Azarenka und Maria Sharapova folgen auf den weiteren Plätzen. Der Traumfinal Williams und Sharapova ist sehr wahrscheinlich und wir tippen auf die selbe Siegerin wie beim Turnier im letzten Jahr; Serena Williams. Die zwei Schweizerinnen im Hauptturnier heissen Romina Oprandi und Stefanie Vögele. Oprandi trifft in der ersten Rude auf Alison Riske und Vögele auf Sorana Cirstea. Wir drücken allen fest die Daumen. Die Tennis-Live Crew wird ebenfalls ein Auge auf das Aegon Juniorenturnier im benachbarten Roehampton in London werfen bei welchem Belinda Bencic als Nummer 1 gesetzt im Einsatz stehen wird.

 

In Wimbledon wird aber nicht nur Tennis gespielt, unsere Live-Ticker Crew freut sich auch auf das grösste Catering-Spektakel in der Sportwelt. Beim bekanntesten Sportanlass der Welt sorgen 1800 Leute für das Wohlergehen aller und servieren 300'000 Tassen Tee und Kaffee, 250'000 Flaschen Wasser, 207'000 Essen, 200'000 Glas Champagner, 190'000 Sandwiches, 150'000 Donuts und andere Süssigkeiten, 135'000 Ice-Creams, 100'000 pints Lager und sehr viele Portionen fish and chips. Für die Spieler stehen viele Vitamingetränke, Bananen und ein Preisgeld von £ 22'560’000.- bereit.

 

Weitere Informationen hier: Grand Slam Turnier von Wimbledon

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